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Abhängige

Eine Erkenntnis im Bereich der Suchterkrankungen lautet: Leben hat viele Gesichter - Sucht hat viele Ursachen. Meist beginnt die Sucht ganz unbemerkt und häufig nimmt man selbst diese veränderte Entwicklung, wo man etwas tut, was man eigentlich gar nicht will, nicht richtig wahr. Sucht beginnt oft im Ausweichen vor unangenehmen Situationen. Und dies wird irgendwann zur Gewohnheit. Alkohol als Suchtmittel bietet hier gesellschaftlich akzeptierte Entlastung.

Bei Dauerkonsum macht Alkohol jedoch seelisch und körperlich abhängig. Diese Erkenntnis ist eine, die den Betroffenen viel zu lange viel zu schwer fällt. Sie unternehmen viel, um sich vor dieser Erkenntnis und ihren Konsequenzen zu schützen und finden viele gute Gründe mit dem Alkoholkonsum fort zu fahren. Sie könnten auch gar nicht anders, weil sie tatsächlich im vollsten Sinn „abhängig„ sind, also keinen freien Willen mehr haben.

Meist spielen ja „die anderen„ wie etwa Familienangehörige, Kollegen, Mitarbeiter und nicht selten auch Vorgesetzte mit. Auf der einen Seite stützen, entlasten und entschuldigen sie („aber er ist doch sonst so ein netter Mensch„, „aber er ist nur ab und zu betrunken„, „aber er ist doch zu intelligent um alkoholabhängig zu sein„, „aber er kommt täglich zur Arbeit„, „aber er trinkt doch nur Bier …„). Irgendwann bieten sie dann aber auch guten Grund weiter zu trinken, weil sie dem Abhängigen das Leben schwer machen mit ihren Vorwürfen, ihrem Misstrauen, ihren Beschuldigungen und ihrer Wut.

Ganz wenige Abhängige schaffen es ohne professionelle Hilfe, den Suchtkreislauf zu durchbrechen; nicht selten gelingt dies auch nur wenn es gravierende Vorfälle gegeben hat (z.B. Führerscheinentzug). Für die allermeisten Menschen, die in irgendeiner Form an Abhängigkeit leiden, ist der erste Schritt, sich dieses eingestehen zu können, wesentlich. Daran kann der zweite Schritt anknüpfen: Professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wie bei jeder anderen Erkrankung auch.

Falls Sie jetzt beim Lesen dieser Zeilen gedacht haben, dass Sie selbst vielleicht an der Schwelle zwischen Alkoholmissbrauch und –abhängigkeit stehen, wäre es im eigenen Interesse hilfreich, wenn Sie den Mut aufbrächten, dies genauer abzuklären.

Der Dienst für Abhängigkeitserkrankungen in Brixen, Dantestrasse 26, bietet nicht nur Therapie sondern berät Sie auch, ob und welche Hilfe für Sie sinnvoll ist. Grundprinzipien dieser Einrichtung sind die Freiwilligkeit, die Hilfe zur Selbsthilfe, Vertraulichkeit, Schweigepflicht und die Kostenlosigkeit.
Gerade deswegen: Es liegt an den Betroffenen den ersten Schritt in den Einstieg zum „Ausstieg aus der Sucht„ selbständig zu setzen.


Dienst für Abhängigkeitserkrankungen,
 Dantestrasse 26,
 Brixen,
 Tel: 0472-835 695.

 Themenschwerpunkt:
 Alkohol am Arbeitsplatz
 ein Projekt im Raum Brixen

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Dienst für Abhängigkeitserkrankungen

I-39042 Brixen
Dantestr. 26

Tel: 0472-835 695
Fax: 0472-833 518
E-mail: dfa@sb-brixen.it

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