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Angehörige
Familienmitglieder können das Trinkverhalten
eines Alkoholabhängigen ebenso wenig kontrollieren oder beschränken
wie dieser selbst. Aber sie können ihr eigenes Leben so
verändern, dass es nicht mehr durch die Sucht des Familienmitglieds
bzw. die so genannte Co-Abhängigkeit der anderen
Familienmitglieder gesteuert wird.
Mit Co-Abhängigkeit wird das Phänomen beschrieben,
dass Personen den Abhängigen davor schützen, die ganze
Wirkung und Wucht seines Alkoholkonsums und der damit verbundenen
Konsequenzen in vollem Umfang erfährt. Das geschieht durch
die schrittweise Übernahme von Verantwortung. Damit wird man
in den Teufelskreis der Sucht hinein verwickelt, der dazu führt,
dass unmittelbare Bezugspersonen Gefahr laufen, abhängig vom
Abhängigen zu werden.
Deshalb beginnt ein sinnvoller Veränderungsprozess oft nicht
mit dem Trocken-Bleiben des Alkoholabhängigen, sondern damit,
dass sich die betroffenen Co-Abhängigen (Familienmitglieder,
Arbeitskollegen, Vorgesetzte) von der Macht befreien, die die Krankheit
auf sie ausübt. Diesen Schritt den ersten von vielen
weiteren zu machen ist alles andere als einfach. So wie sich
Suchtverhalten Schritt für Schritt entwickelt und verfestigt,
so führen auch die Wege hinaus: Schritt für Schritt.
Oft besteht der erste wichtige Schritt um einem alkoholabhängigen
Familienmitglied zu helfen darin, außerhalb des Familiensystems
Hilfe zu suchen. Betroffene brauchen Hilfe, Unterstützung und
Anleitung von Menschen, die mit der Alkoholproblematik vertraut
sind.
In Brixen gibt es mit dem Dienst für Abhängigkeitserkrankungen
eine erfahrene Beratungsstelle, die nicht nur Alkoholabhängige
berät, begleitet und therapeutisch unterstützt, sondern
auch Familienangehörigen offen steht, um fachliche Hilfe und
Beratung in Anspruch zu nehmen.
Dienst für Abhängigkeitserkrankungen,
Dantestrasse 26,
Brixen,
Tel: 0472-835 695.
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| Themenschwerpunkt: |
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Alkohol am Arbeitsplatz
ein Projekt im Raum Brixen
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